Das Bundeskabinett hat Anfang Juli 2026 die Einsetzung einer unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung des an Sinti und Roma begangenen Unrechts in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR nach 1945 beschlossen. Die Geschäftsstelle der Kommission ist bei der Stiftung EVZ angesiedelt.
 
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Aufarbeitung des Unrechts an Sinti und Roma: Geschäftsstelle der neuen Kommission bei der Stiftung EVZ

Das Bundeskabinett hat Anfang Juli 2026 die Einsetzung einer unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung des an Sinti und Roma begangenen Unrechts in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR nach 1945 beschlossen. Damit schafft die Bundesregierung die Voraussetzungen für einen unabhängigen Aufarbeitungsprozess und setzt eine zentrale Empfehlung der Unabhängigen Kommission Antiziganismus (UKA) um.

Die neue Kommission soll dazu beitragen, das nach 1945 an Sinti und Roma begangene Unrecht umfassend aufzuarbeiten, bislang ungehörte Perspektiven einzubeziehen und den Erfahrungen der Betroffenen und ihrer Nachkommen einen festen Platz in der deutschen Erinnerungskultur zu geben. Ziel ist es, zur Anerkennung der Folgen dieses Unrechts beizutragen und Impulse für eine nachhaltige gesellschaftliche und politische Auseinandersetzung mit Antiziganismus und seinen Kontinuitäten zu setzen.

Die Geschäftsstelle der Kommission ist bei der Stiftung EVZ angesiedelt. Die Stiftung begleitet die Kommission organisatorisch und fachlich. Im Herbst 2026 soll die Kommission zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammenkommen.
 
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News aus der Stiftung

Foto des Monats: Ma Bistrass! Wanderausstellung in Krakau

Drei Fragen an... Maja Jones, Referentin der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf

Kein Platz für Hass: Solidarität mit der queeren Community!

Perlenfinder: deutsch-ukrainische Studienreise - 16 Dritte Orte

EVZ on Screen: Augen auf-Kinotag zum 27. Januar 2027

Medientipps

Termine

 
 
News
KURATORIUM DER STIFTUNG EVZ

Dr. Hans-Dieter Lucas ist neuer Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung EVZ

 
Dr. Hans-Dieter Lucas wurde im Juli 2026 gemäß Stiftungsgesetz von Bundeskanzler Friedrich Merz zum neuen Vorsitzenden des Kuratoriums berufen. Der Diplomat war vier Jahrzehnte im Auswärtigen Dienst tätig – u. a. als Politischer Direktor des Auswärtigen Amts, Ständiger Vertreter bei der NATO und Botschafter in Frankreich und Italien. Er folgt auf Annette Schavan, Bundesministerin a. D., die das Gremium seit 2019 leitete.
„Aus der Erinnerung an das nationalsozialistische Unrecht erwächst der Auftrag, auch in Zukunft Menschenwürde, Demokratie und internationale Zusammenarbeit zu stärken“, sagt Lucas zu seiner Ernennung.
Wir danken Annette Schavan herzlich für ihr langjähriges Engagement und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm!

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NEUES FÖRDERPROGRAMM

Shared Civic Futures: Jetzt bewerben und deutsch-israelische Kooperationen stärken

 
Mit dem neuen Förderprogramm „Shared Civic Futures: German-Israeli Cooperation on Remembrance, Antisemitism and Democratic Resilience“ unterstützt die Stiftung EVZ Kooperationsprojekte zwischen Organisationen aus Deutschland und Israel. Ziel ist es, demokratische Resilienz zu stärken, Antisemitismus entgegenzuwirken und neue Formen des gesellschaftlichen Dialogs und Engagements über Grenzen hinweg zu fördern.
Gefördert werden Projekte in zwei Themenfeldern: „Antisemitism in the Digital Sphere“ unterstützt innovative pädagogische, zivilgesellschaftliche oder technologische Ansätze gegen Antisemitismus, Desinformation und antidemokratische Narrative im digitalen Raum. „Visual Narratives of German and Israeli Civil Societies“ unterstützt visuelle und audiovisuelle Formate, die aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen, Resilienz und Zukunftsperspektiven in beiden Ländern aufgreifen.
Antragsberechtigt sind Projektpartnerschaften mit mindestens einer Organisation aus Deutschland und einer aus Israel. Bewerbungsfrist ist der 30. September 2026, die Antragstellung erfolgt auf Englisch.

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82. JAHRESTAG

Gedenkveranstaltungen zum Internationalen Tag des Gedenkens an den Völkermord an den Sinti:ze und Rom:nja

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau 4.300 Sinti:ze und Rom:nja ermordet. Insgesamt fielen dem nationalsozialistischen Völkermord schätzungsweise 500.000 Sinti:ze und Rom:nja zum Opfer. Antiziganismus, Diskriminierung und Ausgrenzung prägen auch heute noch den Alltag von Überlebenden und ihren Nachfahren und schränken ihre Möglichkeiten ein, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Zahlreiche Selbstorganisationen engagieren sich seit Jahrzehnten für ihre Anerkennung, ihre Rechte und für gleichberechtigte Teilhabe. Die Stiftung EVZ stärkt mit ihrem Förderprogramm selbst.bestimmt! Für starke Communities der Sinti:ze und Rom:nja in Deutschland die Stimmen von Sinti:ze und Rom:nja und unterstützt ihre politische und gesellschaftliche Teilhabe.

Rund um den 2. August laden von der Stiftung EVZ geförderte Organisationen zu Gedenkveranstaltungen ein. So veranstaltet der Landesverband Hessen am 7. August eine Lesung aus seinem Buch Flucht – Internierung – Deportation – Vernichtung und am 16. August eine Abschlussveranstaltung mit einer Filmvorführung und Podiumsdiskussion in Darmstadt.

Nähere Infos zu den Veranstaltungen   Pfeil
 
Tätigkeitsbericht

Erste Einblicke: Drei Zahlen aus dem Jahr 2025

 
2025 war für die Stiftung EVZ ein doppeltes Gedenkjahr: Am 8. Mai jährten sich das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und die Befreiung vom Nationalsozialismus zum 80. Mal. Am 2. August startete das Jubiläumsjahr KEINE ZEIT ZU VERGESSEN – 25 Jahre Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ).
Im August erscheint der Tätigkeitsbericht 2025. Drei Zahlen geben schon heute einen Einblick in dieses besondere Jahr:

281 Förderanträge wurden eingereicht. 3.179 Teilnehmende besuchten Präsenzveranstaltungen der Stiftung EVZ. 300.000 Euro wurden zweckgebunden an die Stiftung EVZ gespendet.

Welche Projekte 2025 gefördert wurden, welche Veranstaltungen stattfanden und was sich rund um das Jubiläumsjahr getan hat, gibt es im Tätigkeitsbericht und über die Kanäle der Stiftung EVZ zu entdecken.

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Foto des Monats
 
 
Ma Bistrass! – Gegen das Vergessen! Wanderausstellung mit Porträts überlebender Sinti:ze und Rom:nja auf nächster Station in Krakau
Am Planty-Boulevard in der Krakauer Innenstadt blicken rund 40 Gesichter den Passant:innen entgegen. Sinti:ze und Rom:nja, die den Holocaust überlebten, sind an der Flaniermeile auf dem Weg zum Wawel-Schloss drei Wochen lang sichtbar, zusammen mit ihren (Über-)Lebensgeschichten. 
Seit mehreren Jahren reist der Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano, UNESCO Artist for Peace, durch Mittel- und Osteuropa und verewigt die Gesichter und Geschichten der letzten Überlebenden des Holocaust. Am 1. August wurde die Ausstellung im Potocki-Palast am Krakauer Hauptmarktplatz mit zahlreichen Gästen eröffnet. Grußworte hielten u. a. der Holocaustüberlebende Christian Pfeil, Michael Brand, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus und für das Leben der Sinti und Roma in Deutschland, Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, und Katharina Görgen, Leiterin des Goethe-Instituts Krakau.
Die Ausstellung ist noch bis zum 22. August am Planty-Boulevard, zwischen ul. Poselska und dem Wawel-Schloss, zu sehen!

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3 Fragen an…

Porträtfoto Siri Hummel
 
Maja Jones, Referentin der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und Mitgründerin des Ilan Fiorentino Cups
 
Der diesjährige Cup Anfang Juni, der nach einem am 7. Oktober 2023 ermordeten israelischen Fußballer benannt ist, sollte ein Zeichen für Begegnung, Erinnerung und Solidarität setzen. Wie haben Sie die antisemitischen Anfeindungen gegenüber den israelischen Gästen und jüdischen Kindern im Umfeld des Turniers erlebt, und welche Auswirkungen hat das auf Ihre Arbeit? 

Die antisemitischen Anfeindungen gegenüber unseren israelischen Gästen und auch gegenüber jüdischen Kindern haben uns tief betroffen gemacht. Besonders erschütternd ist, wenn junge Menschen mit Hass oder Ausgrenzung konfrontiert werden, obwohl sie lediglich an einem Sportturnier teilnehmen und Teil einer Gemeinschaft sein möchten.
Solche Vorfälle zeigen, dass Antisemitismus leider weiterhin eine Realität in Deutschland ist. Gleichzeitig bestärken sie die Jüdische Gemeinde Düsseldorf in ihrem Engagement für Aufklärung, Dialog und Begegnung. Projekte wie der Ilan Fiorentino Cup sind wichtiger denn je, weil sie Menschen zusammenbringen und persönliche Kontakte ermöglichen. Wir lassen uns von solchen Erfahrungen nicht entmutigen, sondern sehen darin einen Auftrag, weiterhin Brücken zu bauen, jüdisches Leben sichtbar zu machen und aktiv für ein respektvolles Miteinander einzutreten. Die große Solidarität vieler Teilnehmender, Gäste und Partner hat uns dabei gezeigt, dass Hass nicht die Mehrheit repräsentiert.

Das ganze Interview über das EVZ-geförderte Projekt lesen   Pfeil
 
 
 
Die Stiftung EVZ steht an der Seite der queeren Community und aller Allies

Der Anschlag auf den CSD in Berlin am 25. Juli 2026 hat uns zutiefst erschüttert. Unsere Gedanken sind weiterhin bei allen Betroffenen, ihren Angehörigen und allen Menschen, die sich beim CSD und darüber hinaus für Vielfalt, Freiheit und die Rechte queerer Menschen einsetzen.
Wir stehen fest an der Seite der queeren Community. Die zunehmende Gewalt und die wachsenden Anfeindungen gegen LGBTIQ-Personen in Europa beobachten wir mit großer Sorge. Menschenfeindlichkeit und Gewalt dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. 
Die Stärkung von Menschenrechten und der Schutz marginalisierter Gruppen sind zentrale Anliegen der Stiftung EVZ.

Unsere Förderung
Gemeinsam mit Selbstorganisationen setzen wir uns seit vielen Jahren für eine offene, demokratische Gesellschaft ein – unter anderem durch die Förderung von Projekten zur Stärkung der LGBTIQ-Rechte in der Ukraine.
ILGA-Europe unterstützt gemeinsam mit der Stiftung EVZ vier LGBTIQ-Organisationen vor Ort. Ziel ist die nachhaltige Stärkung der zivilgesellschaftlichen Präsenz, der öffentlichen Stimme sowie des institutionellen und sozialen Engagements der LGBTIQ-Bewegung in der Ukraine.

In der vorherigen Newsletter-Ausgabe haben wir die Rainbow Map von ILGA-Europe vorgestellt, die zeigt, wie weit die Rechte von LGBTIQ-Personen in Europa auseinanderliegen. Die Daten der Rainbow Map basieren auf der Arbeit von mehr als 250 Aktivist:innen, Jurist:innen und Expert:innen aus ganz Europa und machen Entwicklungen, Rückschritte und politische Angriffe auf LGBTIQ-Rechte nachvollziehbar.
Im Rahmen unseres Jubiläumsjahres und unserer Video-Reihe #25EVZVoices hat Chaber, Geschäftsführer von ILGA-Europe, die Rainbow Map genauer erläutert.
 
So stärkt die Stiftung EVZ LGBTIQ-Selbstorganisationen   Pfeil
 
 
Perlenfinder
 
 
Deutsch-ukrainische Studienreise: 16 Dritte Orte, zehn Tage, zwei Länder

Die deutsch-ukrainische Studienreise „Aus Begegnung wird Zukunft“ brachte Menschen zusammen, die sich für starke lokale Gemeinschaften und eine resiliente Gesellschaft engagieren. Gemeinsam mit CEDOS – Centre for Society Research und pro loco – Projektberatung Gute Orte GmbH ermöglichte die Stiftung EVZ, vom Auswärtigen Amt gefördert, Räume für Austausch und neue Kooperationen.
Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zeigt die zentrale Bedeutung lokaler Gemeinschaften: Kulturhäuser, Bibliotheken und andere Begegnungsorte bieten Orientierung, schaffen Zusammenhalt und stärken gesellschaftliche Resilienz. 
Zehn Vertreter:innen des EVZ-geförderten Programms „YeMistechko – Dritte Orte in der Ukraine“, Partner:innen von CEDOS sowie Künstler:innen des ukrainischen Illustrationskollektivs Pictoric besuchten im Juli insgesamt 16 Dritte Orte des nordrhein-westfälischen Landesprogramms „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“. 

Den Abschluss der Studienreise bildete die öffentliche Veranstaltung „Aus Begegnung wird Zukunft: Deutschland und die Ukraine im Dialog über Resilienz, europäischen Zusammenhalt und Dritte Orte“ im Orangerie Theater in Köln. Vertreter:innen beider Länder diskutierten, welchen Beitrag lokale Initiativen und internationale Partnerschaften für den Wiederaufbau der Ukraine und für die Zukunft Europas leisten können.
Aus Begegnungen sind neue Netzwerke, gemeinsame Ideen und konkrete Perspektiven für eine langfristige deutsch-ukrainische Zusammenarbeit entstanden – die für eine gemeinsame europäische Zukunft weit über die Projektdauer hinauswirken.
 
Das Förderprogramm „YeMistechko – Dritte Orte in der Ukraine“ entdecken   Pfeil
 
 
 
Augen auf-Kinotag 2027

Mehr als 20 Filme ermöglichen Zugang zu NS-Geschichte und Erinnerung

Am 27. und 28. Januar 2027 findet zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus der Augen auf-Kinotag in Berlin, Halle (Saale), Köln und München statt. Unter dem Motto „Wegsehen war schon immer eine schlechte Idee“ lädt die Stiftung EVZ dazu ein, sich mit NS-Geschichte, Holocaust und Erinnerungskultur auseinanderzusetzen – und schafft insbesondere für junge Menschen niedrigschwellige Zugänge zu historischen Themen.
Am Abend des 27. Januar wird ein Premierenfilm gezeigt. Das Schulkinoprogramm an den Vormittagen des 27. und 28. Januar wird von Vision Kino – Netzwerk für Film und Medienkompetenz kuratiert und bietet für Lehrkräfte begleitende Unterrichtsmaterialien, eine Handreichung sowie Online-Fortbildungen an.
Mit Kinotag+ kann der Augen auf-Kinotag in weitere Städte getragen und Filme aus dem Filmpool können lokal im Kino gezeigt werden.

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Presseschau
DUMMY MAGAZIN #91
 
Die Sache mit der Erinnerung 
 
Wissen junge Menschen genug über den Nationalsozialismus – oder ist das Thema durch? Laut der Gedenkanstoß MEMO-Studie 2025 der Stiftung EVZ ist erstmals eine Mehrheit dafür, einen „Schlussstrich” unter die NS-Zeit zu setzen. Gastautorin Tara Yakar hat für das DUMMY Magazin drei EVZ-geförderte Projekte besucht, die dagegenhalten: In Sachsen-Anhalt zeigt Miteinander e.V., dass NS-Verbrechen auch vor der eigenen Haustür geschahen, der inklusive Podcast „Das Erinnerungs-DING” macht Erinnerungskultur in einfacher Sprache zugänglich, und „Postkoloniale Erinnerung(en)” verknüpft NS-Geschichte mit kolonialen Kontinuitäten.
Cathleen Hoffmann, Bildungsreferentin bei Miteinander e.V., warnt eindringlich: Rechte Narrative gelten unter Jugendlichen zunehmend als „cool”. Ihr Fazit: Nur kontinuierliche Erinnerungsarbeit kann dem etwas entgegensetzen. Der Beitrag wurde von der Jugendpresse Deutschland redaktionell begleitet und im Auftrag der Stiftung EVZ recherchiert und verfasst. 
 
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SCHÜLER:INNENZEITUNGSWETTBEWERB DER LÄNDER
 
„Schreiben gegen Ausgrenzung”: Zwei Redaktionen, eine klare Botschaft
 
Beim Schüler:innenzeitungswettbewerb „Kein Blatt vorm Mund” haben die Stiftung EVZ und die Jugendpresse Deutschland den Sonderpreis für diskriminierungssensible Berichterstattung gleich zweimal vergeben. Aus über 50 Einreichungen überzeugten „MS Voice” der Mittelschule Geretsried mit einem Beitrag über Rassismus und Engagement dagegen sowie „Klaro! Schulnachrichten” der Margot-Friedländer-Gesamtschule Wedemark mit einer Recherche zu einer gestohlenen Regenbogenflagge.
Beide Redaktionen stehen exemplarisch dafür, was junger Journalismus leisten kann: hinschauen, einordnen, Haltung zeigen. Geehrt wurden die Preisträger:innen in würdigem Rahmen – im Bundesrat, eingebettet in ein dreitägiges Programm mit Empfang in der EU-Kommissionsvertretung und einem Schülerzeitungskongress bei der Friedrich-Ebert-Stiftung.
 
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TAZ
 
Verbotene Liebesbeziehungen im NS-Staat: Und sie sind doch da
 
Die taz berichtet über das Bildungsagenda-Projekt „trotzdem da!“ der Gedenkstätte Lager Sandbostel, das die bislang wenig beachteten Lebensgeschichten von Kindern aus sogenannten verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter:innen während des Nationalsozialismus sichtbar macht. Die begleitende Publikation und die Wanderausstellung erzählen von ihren Erfahrungen, der Verfolgung ihrer Eltern und den Folgen der Ausgrenzung bis heute.
Aktuell ist die Wanderausstellung in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert und am Geschichtsort Adlerwerke in Frankfurt am Main zu sehen.
 
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Termine
21. AUGUST, GÖTTINGEN
 
Enthüllung des MemoRails-Gedenkzeichens am Deutschen Theater Göttingen
 
Am 21. August wird im Rahmen des BKM-geförderten Programms MemoRails das Gedenkzeichen zur NS-Verfolgung am Bahnhof in Göttingen eingeweiht. Am 21. Juli 1942 machte sich eine Gruppe von 50 Menschen vom Albaniplatz zum Bahnhof auf. Es sind bis auf wenige Ausnahmen die letzten Göttinger Jüdinnen und Juden, die in der Stadt verblieben sind und über Hildesheim und Hannover nach Theresienstadt deportiert wurden. Eine von ihnen war die 84-jährige Anna Rosenberg. Mit dem Projekt „Neunzehnhundertzweiundvierzig“ hat das Deutsche Theater Göttingen ein Stück entwickelt, das an die Deportationen von im Nationalsozialismus verfolgten Menschen erinnert. Im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung steht ein Audiowalk zum letzten Weg von Anna Rosenberg. Das Theaterstück feiert seine Premiere am 29. August.
 
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26. AUGUST, COTTBUS
 
Enthüllung des MemoRails-Gedenkzeichens im Cottbuser Hauptbahnhof
 
Am 26. August wird im Rahmen des BKM-geförderten Programms MemoRails am Cottbuser Hauptbahnhof das Gedenkzeichen des Projekts „Cottbus: Ein Bahnhof der Erinnerung. Deportationen und Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ enthüllt. Es erinnert an den Bahnhof als Ort von NS-Verfolgung und der Kumulation öffentlicher Verfolgungs- und Terrormaßnahmen des NS-Regimes. Während des Nationalsozialismus war der Cottbuser Bahnhof Ausgangspunkt von Deportationen sowie Ankunfts- und Transitort für Zwangsarbeiter:innen. Begleitend findet am selben Tag ein Vortrag des Historikers Andreas Engwert im Stadtmuseum Cottbus zur Rolle der Deutschen Reichsbahn im Nationalsozialismus und ihrer Beteiligung an Deportationen von Jüdinnen und Juden sowie Sinti:ze und Rom:nja statt.
 
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29. UND 30. AUGUST, WEIMAR
 
Dokumentarisches Theater über die jüdische Geschichte Thessalonikis: „96 %“ beim Kunstfest Weimar
 
Beim Kunstfest Weimar ist am 29. und 30. August das im Rahmen der Bildungsagenda geförderte dokumentarische Theaterstück „96 %“ von Prodromos Tsinikoris zu sehen. Das Stück beleuchtet die nahezu vollständige Zerstörung der jüdischen Gemeinde Thessalonikis während der nationalsozialistischen Besatzung Griechenlands. 
96% der jüdischen Bevölkerung wurden dabei in Konzentrationslager deportiert und ermordet. Anhand von Archivmaterial und persönlichen Erinnerungen untersucht das Stück die Aneignung jüdischen Eigentums, das Auslöschen historischer Erinnerung und die Transformation des Stadtraums in der Folgezeit.
Für seine künstlerische Arbeit wird Prodromos Tsinikoris in diesem Jahr mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet. Die Verleihung findet am 28. August in Weimar statt.
 
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NEWSLETTER 09/2026

Unsere nächste Ausgabe erscheint Anfang September!

Ausblick
 
Die nächste Ausgabe stellt wieder die Themen und Inhalte der Bildungsagenda NS-Unrecht vor: Termine, Updates und Ergebnisse aus den Projekten.

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Impressum

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Verantwortung und Zukunft
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Dr. Andrea Despot und Jakob Meyer

Redaktion:
Sophie Ziegler, Katrin Kowark, Jana Bültge, Meret Aupperle, Nina Kraus

Bildnachweise:
Antonina Polukhina, Łukasz Patryk Ueberhuber/Luka Iberov, Zeev Reichard, Katarzyna Mazur, Maciek Zygmunt
 
 
 
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